Helnwein ( presse )
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Gottfried Helnwein :
The Irish Times
Aiden Dunne
Helnwein is famously confrontational, and his bold conflations of Nazi and Christian iconography, in Epiphany and other prominently displayed pictures, predictably generated some friction. Yet, in a way, one shouldn't rush to condemn condemnations of, or expressions or resignation about, Helnwein's work, no matter how superficial or uninformed they turn out to be. Because, let's face it, a large part of its effectiveness had to do with its calculated, barbed ambiguity.
The point of the images is that they put it up to you as a viewer. Given that, one potential line of criticism is that they are designed solely to be provocative, like Marcus Harvey's portrait of Myra Hindley. But the abiding strength of Helnwein's work is that provocation is a means rather than an end; it is - however uncomfortable - morally grounded, if not necessarily in a way that will please all observers...
His beautiful photographs of Kilkenny children are, collectively, a recognisable derivative of his work Selection, which implicitly placed the viewer in the position of someone marking children for extermination. Strong stuff.
If that seems irrelevant in an Irish context, one could always point to Northern Ireland and to the scandals that have shaken the complacent authority of church and state in recent years.
What is more innocent, more open, more charming than the face of a child? Except that we are more than ever uncomfortably aware that the act of looking is not at all innocent, and Helnwein's children, with their closed, downcast eyes, decline to meet our collective gaze. Why? Perhaps because they insist on remaining within the orbits of their imaginations.
There is also, however, a slight unease arising from the uniformity of the images and the awareness that the subjects are being directed. Helnwein has a knack for throwing responsibility for what we are looking at back onto us, the viewers. ... +
Gottfried Helnwein, AT THE KILKENNY ART FESTIVAL, 2001

Gottfried Helnwein : Keith Richards
Süddeutsche Zeitung
Magazin
Christian Kämmerling
Interview mit Keith Richards
Keith Richards Portraits von Gottfried Helnwein ... +

Gottfried Helnwein : Roter Mund (Red Mouth)
Süd-Ost Tagespost
G. Brugner-Rosenbaum
Dieser junge Künstler malt das lautlose Sterben voll poetischer, melancholischer Schönheit.
Für mich ist er gleichsam ein Handke unter den Malern, ein exakter Beobachter, der bei seinen Mitmenschen die Innenhaut nach aussen stülpt und sie somit demaskiert.
Die gemalten Schreie bleiben ungehört, zerbrechen klirrend an unsichtbaren Wänden
und gefrieren in der Kälte der Einsamkeit.
Der Mörder ist zugleich auch der Ermordete, im unschuldigen Kind steckt der unberechenbare Dämon. Alle sind gespaltene Existenzen, sadistische Masochisten,deren Gesichter von einer hilflosen und erbarmungswürdigen Hässlichkeit geprägt sind. ... +
Zum Erscheinen der Helnwein - Monographie im Orac -Pietsch Verlag, Wien

Gottfried Helnwein : Der Ring des Nibelungen - Rheingold
General-Anzeiger
Thomas Kliemann
Wiener Bürgerschreck Gottfried Helnwein über seine Ausstattung für Johann Kresniks "Ring des Nibelungen", der am Sonntag Premiere im Bonner Theater hat
Bonn. Finstere Mächte dominieren den ersten Akt von Johann Kresniks Ring -Projekt, für das Gottfried Helnwein Bühne und Kostüme konzipiert hat.
In Hamburg schockten Helnwein und Kresnik mit Bildern des gemeuchelten Pasolini. Stuttgart verstörte das Duo mit der aus dem Lot geratenen Bühne für Peter Weiss` "Verfolgung und Ermordung des Jean Paul Marat..." und wiederum einem heftigen Plakat: Lafontaines Kopf in der Blutlache, Titel: "Das Attentat".
Wenn jetzt Kresnik und Helnwein in Bonn Richard Wagners "Ring des Nibelungen" in Tanz- und Bildtheater umsetzen, steht erneut ein Helnwein-Plakat am Anfang: Wieder ein Kopf, der im Blut liegt, diesmal ein Kind in Uniform, buchstäblich erschlagen von einer Kaskade von Euro-Münzen. Die Botschaft ist klar und radikal: Die perverse Macht des Geldes als Triebfeder der Politik. ... +

Gottfried Helnwein : William S. Burroughs
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Kultur
Christoph Schütte
Zwei Ausstellungen im Neuen Kunstverein Aschaffenburg
Andy Warhol sieht furchtbar aus. Blaß, übernächtigt und jedenfalls nicht in Bestform. William S. Burroughs posiert pikanterweise mit einem Revolver, und Michael Jacksons Gesicht erscheint als das, was es ist: perfekte Fassade. Kaum eines der von Gottfried Helnwein aufgenommenen Schwarzweißfotos berühmter Persönlichkeiten - von Lou Reed über die beiden wunderbaren Aufnahmen des alten Charles Bukowski bis zur schon beinahe aufdringlich nett in die Kamera blickenden Leni Riefenstahl - möchte man im Ernst als schmeichelhaft bezeichnen. Gerade das aber ist es, was seine in den achtziger Jahren begonnene Porträtserie "Faces" auszeichnet: Helnweins Bilder, die derzeit im Neuen Kunstverein Aschaffenburg zu sehen sind, erzählen vermutlich mehr von den Menschen, als ihnen lieb ist. ... +

Gottfried Helnwein : Hamletmaschine
Deutschlandradio
Kulturzeit - 9.05 Uhr
Heinz Benfitzsch
Ich hätte gern diese Vorstellung verlassen,...
Vor Jahren war Robert Wilson mit seiner Interpretation der HAMLETMASCHINE zu den Berliner Festwochen eingeladen.
Wilson bezwang den Text durch überstilisierten Ästhetizismus. Die Kritik feierte seinen Formalismus und sein Lichtdesign. Das Westberliner Schaubühnenpublikum (die Mauer stand damals noch) war begeistert von Wilsons gestylten Standbildern und seinem designten Licht. Den Urschrei in der HAMLETMASCHINE verspürte keiner. Diese HAMLETMASCHINE beunruhigte keinen. Fastfood für Intellektuelle, ohne Kanten und Tiefe, ohne die Wut des Autors.
Ein schöngeistiger Event, ohne den zerrissenen Background der Entstehungsgeschichte, ohne den "Ruf nach mehr Freiheit" aus dem "der Schrei nach dem Sturz der Regierung wird". Das beruhigende dieser HAMLETMASCHINE war, daß sie nichts wollte, außer anders sein.
Nun wieder HAMLETMASCHINE; die Mauer gibt es nicht mehr, die Berliner Festwochen immer noch, Robert Wilson ist Weltstar geworden und noch harmloser als er schon immer war.
Schon im Vorfeld löste diese Münchner Produktion Unruhe und Bewegung aus.
Grund war ein Bild, "Epiphanie", des Wiener "Blut und Schockmalers" Gottfried Helnwein, Teil seines Bühnenbildes für die Münchner HAMLETMASCHINE.
Die Witwe eines auf dem Helnwein-Gemälde abgebildeten SS-Offiziers versuchte in München gegen das Bild eine einstweilige Verfügung zu erwirken, der nicht stattgegeben wurde. Aufgrund von verschiedenen Bürgerinitiativen in Berlin verboten die "Berliner Festwochen" eines der beiden Plakate von Gottfried Helnwein um ihr "Highlight" HAMLETMASCHINE "nicht zu gefährden".
Auf dem Plakat ist das Opfer einer Gewalttat zu sehen, ein 10-jähriges Mädchen.
Noch bevor die Inszenierung in Berlin zu sehen war beschäftigten sich Medien, Bürger, Politiker und Rechtsanwälte damit. ... +

Gottfried Helnwein : Epiphanie I, Adoration of the Magi
Süddeutsche Zeitung
Reinhard J. Brembeck
Nazi-Witwe fühlt sich durch Helnwein-Bühnenbild verunglimpft
"Wir werden eine Zensur dieses Stückes durch NS-Nachfahren nicht hinnehmen." In der Muffathalle brodeln die Emotionen.
Denn die für den kommenden Donnerstag angesetzte Premiere von Heiner Müllers "Hamletmaschine" scheint gefährdet. Weil Gottfried Helnweins Bühnenbild für die Schlußszene einen geradezu absurden Rechtsstreit auszulösen droht.
Denn Ingeborg Wünsche, die Witwe des im Bild "Epiphanie" vorne links stehenden Mannes in Naziuniform mit SS-Runen sowie Totenkopf auf der Mütze, fühlt durch dieses Gemälde Helnweins ihre Persönlichkeitsrechte "im äußersten Maße verletzt". Sie nennt das Bild "Fälschung".
Fälschung eines Photos, das Helnwein in den Beständen der Bayerischen Staatsbibliothek entdeckt hat. Dort sieht man statt Mutter Maria mit Kind Adolf Hitler.
Dieses Originalphoto zu veröffentlichen, das ihren Mann mit dem größten Schlächter der Menschheitsgeschichte zeigt - dagegen hätte Ingeborg Wünsche nichts einzuwenden.
Hitler jedoch durch Mutter mit Kind ersetzt zu sehen, das geht für sie zu weit. Schließlich könnte man da eine Art Kinderbegutachtung und Rassenwahn hineininterpretieren und das will Frau Wünsche auf keinen Fall. ... +

Gottfried Helnwein : Fire-Man
Applaus
Kultur-Magazin
Axel Sanjosé
"Hamletmaschine" in der Muffathalle. Bühnenbild: Helnwein
(Cover-story)
Helnwein gestaltet das Bühnenbild zu Heiner Müllers "Hamletmaschine" in der Regie von Gert Hof
Die Schonungslosigkeit, mit der Helnwein den Täter-Opfer-Mechanismus thematisiert - sei es im Einfangen einer Athmosphäre der erbarmungslosen Kälte, - ruft Befremden und Abwehrreaktionen hervor, die sich des öfteren als Skandale niedergeschlagen haben...
Dagegen leuchtet die Affinität zwischen Helnwein und Heiner Müllers Hamletmaschine unmittelbar ein, nicht nur weil am Ende, wie es die Regieanweisung verlangt, Ophelia in Mullbinden eingeschnürt wird. Die gewalttätige Sprache des Ende 1995 verstorbenen Dramatikers und Regisseurs bohrt sich, statt wie bei Helnwein mit chirurgischrn Instrumenten, mit Worten ins Fleisch. Auch hier geht es um Opfer, allerdings um Opfer, die sich wehren und in der Wahl ihrer Mittel die Brutalität ihrer Umwelt widerspiegeln. ... +

Gottfried Helnwein : Helnwein Exhibition in the Russian Museum
Kommersant Daily
Russia

Frontpage

Gottfried Helnwein- Retrospective in the State Russian Museum, St Petersburg ... +

Gottfried Helnwein : untitled
camera international
Paris
G. Bauret
Gottfried Helnwein
C'est souvent à la hauteur des yeux que la violence est concentrée. Helnwein a alors recours au bandage de tête qui prive l'homme de tout rapport visuel avec l'extérieur. Il est évidemment très paradoxal de la part de l'artiste, dont la vie et l'œuvre sont étroitement liées au regard, de s'appliquer à représenter sous différentes formes l'empêchement de voir, le trouble de la vue. Sans doute parce que la portée de son projet ne se limite pas au seul territoire artistique. Son art revêt également une évidente dimension historique. ... +


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