13. Июнь 1999
Helnwein, der Meister des Grauens auf den zweiten Blick, zeigt bei einer Personale in Krems verstörend intensive Grossformate. Estmals wieder seit fast zehn Jahren.
Es mag paradox scheinen: Aber Helnweins historisches Verdienst liegt hinter der - meist irrwitzig attraktiven - Oberfläche seiner Bilder:
Der zweite, dritte Blick offenbart dem Betrachter das psychologische.
Großtalent Helnwein, das Stimmungen und Zustände detailgenau erkennt und durchleuchtet.
Das war in Frühen Motiven wie "Leid macht stark" oder "Die Tochter des Schlurfs" erkennbar und ist auch hier nicht anders. Man nehme das oben abgebildete Motiv als Beispiel.
Wolfgang Bauer sagt: "Helnwein hält sich gerne an diversen Grenzen auf. Wer hier durch will, wird von ihm genau geprüft. Er ist einer der magischen Zöllner der Kunst."
Die Zollformalitäten in Krems seien somit ausdrücklich empfohlen.
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