12. Март 2005
Seine Kunst kann verletzen, denn sie spiegelt die Schrecken des vergangenen Jahrhunderts. Jetzt zeigt das Wilhelm-Busch-Museum 50 Bilder von Gottfried Helnwein.
Die Kinder, die der heute 56-Jährige malt, sind wirklich schön, egal, was ihnen zugestossen ist. Der Betrachter ahnt, dass künstlerische Eingriffe vorgenommen wurden, er kann aber nicht erkennen welche. So wie man sieht, dass mit den abgebildeten Kindern etwas Schlimmes geschehen sein muss, der Betrachter die Qual jedoch nicht durchschauen kann.
Heiner Müller, für dessen “Hamletmaschine” der Künstler 1997 das Bühnenbild entwarf, meinte mal: “Wie hält ein freundlicher Mensch wie Helnwein es aus, seine – exzellente – Malerei zum Spiegel der Schrecken des Jahrhunderts zu machen?” Und weiter überlegte Müller: “Oder hält er es einfach nicht aus, das nicht zu tun?” Richtig.
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